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www.knotennetz.de Fahrrad-Knotenpunktnetz für Mönchengladbach • Eine Initiative von ADFC und bidlyte GmbH
Viele Radfahrer kennen und lieben es und haben es schon einmal auf ihren Fahrradtouren gesehen - das Knotenpunktnetz für Rad-fahrer. Nicht nur in den Niederlanden, Belgien und dem Kreis Heinsberg setzt man seit Jahren auf dieses bewährte System. Seit kur-zem auch im Rhein-Kreis Neuss, in Heinsberg, Düren und Aachen radelt man gerne nach Zahlen.

Was in Mönchengladbach bisher geschah:

Im April 2013, beim gemeinsamen ADFC-Frühjahrsfahrradputz auf dem Mönchengladbacher Schillerplatz, lernten sich Tho-mas M. Claßen, Inhaber der bidlyte GmbH und Peter Beckers vom ADFC kennen. Claßen, viel mit dem Rad im Kreis Heinsberg und im niederländischen Maastal unterwegs, fand schon immer das dortige Fahrradknotennetz toll und berichtete Beckers von seiner Idee, so ein Knotensystem für Mönchengladbach virtuell aufzubauen, also im Internet, z.B. auf Basis einer Google-Fahrrad-Karte oder OpenCyc-leMap.

Es vergingen einige Monate und dann sprach man im Oktober 2013 beim monatlichen ADFC-Treffen konkret über die Idee und vereinbarte die Gründung der „Initiative Fahrrad-Knotenpunktnetz für Mönchengladbach“. Es bildete sich eine Arbeitsgruppe mit Dirk Rheydt, dem 2. Vorsitzenden des hiesigen ADFC, Peter Beckers, Karl-Heinz Pfeiffer, Alexander Budde und Thomas M. Claßen, der mit seiner bidlyte GmbH das technische Know-how für die angedachte Internet-Plattform mitbrachte.

In zweiwöchigen Treffen wurde das Konzept erarbeitet. Schnell stellte sich heraus, dass der Fahrradnetzplan mit Unterstützung aller Fahrradfahrer erarbeitet werden sollte, denn die Bürger kennen ihre Stadt und die Wege am besten. Zeitgleich wurde von Mitarbeitern der bidlyte GmbH das Internet-Portal www.knotennetz.de programmiert. Auf Basis des Wikiprojekts www.opencyclemap.org als Fahr-radkarte entstand eine Anwendung, wo jeder Bürger der Stadt interaktiv Vorschläge für Knotenpunkte machen konnte und sofort auch Bilder dazu hochladen konnte. Eine Kommentarfunktion ermöglichte eine offene und lebhafte Diskussion über jeden einzelnen Vor-schlag.

Im März 2014 wurde das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt und fand positive Beachtung in der Mönchengladbacher Presse. In den Folgemonaten beteiligten sich viele Mönchengladbacher intensiv an dem virtuellen Projekt, es wurden 242 Knotenpunkt-Vorschläge eingereicht und insgesamt wurden fast 900 Kommentare dazu abgegeben. Der ADFC Mönchengladbach hat das Feedback der Teilnehmer in zweiwöchentlichen Meetings geprüft, diskutiert und verarbeitet. Alle Knotenpunkte und Strecken wurden mit dem Rad abgefahren. In der Projektmitte veranstaltete der ADFC einen Workshop zum persönlichen Erfahrungsaustausch in der Community.

Letztlich hat die Arbeitsgruppe als Ergebnis 80 Vorschläge als Knotenpunkt-Standorte akzeptiert. Diese liegen flächendeckend im gesamten Stadtgebiet in einem durchschnittlichen Abstand von 3 Kilometern. Bei der Planung wurde das Radverkehrsnetz NRW und die Gladbacher Themenrouten so weit wie möglich berücksichtigt. Im September 2014 wurde der so entwickelte Knotenpunkt-plan an den Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach, Herrn Hans Wilhelm Reiners, mit einem symbolischen „Knotenpunkt 01“übergeben. Drei Monate später, im Dezember 2014, hatte die ADFC-Arbeitsgruppe zudem den vollständigen Radwege-netzplan erarbeitet und stellte auch diesen der Stadt zur Verfügung.

Am 25. Februar 2015 beauftragte der Rat der Stadt Mönchengladbach die Verwaltung mit der Erstellung eines „Masterplan Nahmobilität“ unter Berücksichtigung des vom ADFC vorgeschlagenen Netzes. Laut dem Mobilitätsbeauftragten der Stadt, Herrn Cars-ten Knoch werden die Arbeiten am Masterplan Nahmobilität, abhängig von der Förderzusage, voraussichtlich noch im Sommer 2015 beginnen und ca. ein Jahr in Anspruch nehmen. Der Haushalt der Stadt stellt dafür 180.000 Euro bereit, weitere Mittel aus unterschiedlichen Fördertöpfen sind zu erwarten.


Im Dezember 2015 ging der positive Förderbescheid und kurz danach wurden bereits die konkreten Aufträge zur Entwicklung des zukünftigen kommunalen Radverkehrsnetz an zwei rennomierte Ingenieurbüros erteilt. Eine Basis dafür werden die Knotenpunkte und Streckenführungen sein, die der ADFC mit Unterstützung der Mönchengladbacher Bürger mit der Initiative www.knotennetz.de erarbeitet haben.

Die Medienresonanz der vielen letzten Monate haben wir zusammengefasst in unserem Pressespiegel.

Unser Karte zeigt die vorgeschlagenen Knotenpunkte (Pins) für Mönchengladbach (blaue Pins, noch ohne Nummer) und viele rote Pins im Rheinland rundherum: Zur Erläuterung der Knoten geht es hier.